KfW-Programme: Staatliche Unterstützung für Immobilienfinanzierungen bleibt zentral
- Sascha Polak
- 24. Jan.
- 2 Min. Lesezeit
Aktualisiert: vor 3 Tagen
Quelle: KfW Bankengruppe
Die Finanzierung von Wohnimmobilien stellt viele Bauherren, Käufer und Eigentümer weiterhin vor große Herausforderungen. Hohe Baukosten, gestiegene Zinsen und verschärfte energetische Anforderungen erhöhen den finanziellen Druck. In diesem Umfeld gewinnen die Förderprogramme der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) weiter an Bedeutung. Als staatliche Förderbank unterstützt die KfW den Neubau, den Kauf sowie die energetische Sanierung von Wohnimmobilien mit zinsgünstigen Krediten und Förderbausteinen.
Förderung für Neubau: Fokus auf Klimafreundlichkeit
Ein zentraler Schwerpunkt der KfW liegt auf dem klimafreundlichen Neubau. Gefördert werden Neubauvorhaben, die besonders energieeffizient sind und niedrige CO₂-Emissionen aufweisen. Voraussetzung ist in der Regel die Einhaltung definierter Effizienzhaus-Standards, insbesondere des Effizienzhaus-40-Niveaus.
Je nach Ausgestaltung können Bauherren und Käufer von neu errichteten Immobilien Förderkredite in erheblicher Höhe pro Wohneinheit erhalten. Ziel ist es, langfristig Energieverbräuche zu senken und den Gebäudebestand nachhaltiger zu gestalten.
Wohneigentum finanzieren: Unterstützung für Selbstnutzer
Für Privatpersonen, die ein Eigenheim bauen oder kaufen möchten, bietet die KfW weiterhin das bewährte Wohneigentumsprogramm an. Dieses richtet sich an Selbstnutzer und kann sowohl für Neubauten als auch für den Erwerb von Bestandsimmobilien genutzt werden.
Die Förderdarlehen lassen sich mit klassischen Bankfinanzierungen kombinieren und tragen dazu bei, die Gesamtbelastung durch günstigere Zinskonditionen zu reduzieren. Besonders für Erstkäufer kann dies ein wichtiger Baustein bei der Immobilienfinanzierung sein.
Familien im Fokus: Spezielle Förderprogramme
Ein weiterer Schwerpunkt der KfW-Förderung liegt auf der Unterstützung von Familien. Programme wie „Wohneigentum für Familien“ oder „Jung kauft Alt“ sollen den Erwerb von selbstgenutztem Wohneigentum erleichtern. Gefördert werden sowohl klimafreundliche Neubauten als auch der Kauf älterer Immobilien mit anschließender energetischer Sanierung.
Die Förderhöhe orientiert sich unter anderem an der Anzahl der Kinder sowie an der erreichten Energieeffizienz. Damit sollen insbesondere Familien mit mittleren Einkommen beim Vermögensaufbau unterstützt werden.
Bestandsimmobilien: Sanieren und modernisieren
Auch Eigentümer von Bestandsimmobilien profitieren von den Programmen der KfW. Für energetische Sanierungen – etwa Dämmmaßnahmen, den Austausch von Heizungsanlagen oder die umfassende Effizienzhaussanierung – stehen spezielle Förderkredite zur Verfügung.
Abhängig vom erreichten energetischen Standard können diese Kredite mit Tilgungszuschüssen kombiniert werden, bei denen ein Teil des Darlehens erlassen wird. Ziel ist es, den Energieverbrauch älterer Gebäude deutlich zu senken und gleichzeitig den Wohnkomfort zu erhöhen.
Antragstellung über die Hausbank
Wichtig für alle Förderprogramme der KfW: Die Beantragung erfolgt nicht direkt, sondern immer über die jeweilige Hausbank oder einen Finanzierungspartner. Zudem muss der Antrag in der Regel vor Kaufvertragsabschluss oder Baubeginn gestellt werden. Eine frühzeitige Planung ist daher entscheidend, um Fördermöglichkeiten optimal zu nutzen.
Fazit
Die Förderprogramme der KfW Bank bleiben ein wesentlicher Bestandteil der Immobilienfinanzierung in Deutschland. Sie bieten finanzielle Entlastung, setzen Anreize für energieeffizientes Bauen und Sanieren und unterstützen gezielt Familien sowie Selbstnutzer. Angesichts der aktuellen Rahmenbedingungen können KfW-Kredite einen wichtigen Beitrag leisten, um Wohneigentum langfristig bezahlbar zu halten.tion passt.



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